Hund + Medizin

In einer Studie aus diesem Jahr mit einer großen Datenbasis untersuchten die Autoren (Hart & Hart, Thipgen, Willits) für 35 Rassen die Entwicklung von Krankheiten wie u.a. HD, ED und verschiedene Krebsarten in Zusammenhang mit Kastration. Dabei wurde auch der Zeitpunkt der Kastration berücksichtigt.

Demnach gäbe es keine signifikanten Vorteile für Frühkastration. Auch nicht bei dem so häufig argumentierten Mammakarzinom (MC). Wohl aber gäbe es bei einigen Rassen ein signifikant erhöhtes Risiko für andere Krankheiten abhängig vom Geschlecht und dem Zeitpunkt der Kastration.

Dabei scheint das Alter der Kastration eine große Rolle zu spielen und so leiten die Autoren aus ihren Daten ab, dass es für die untersuchten Rassen möglich erscheint, Risiken zu minimieren, wenn ein kluges Zeitfenster für eine Kastration gewählt würde. Eine Altersempfehlung für untersuchte Rasse finden Sie innerhalb der Studie.

Weitere Informationen (englisch) dazu finden Sie hier.

Wir freuen uns sehr und danken den Autoren für diese Arbeit. Sie stützt unsere eigenen Vermutungen und belegt sie teilweise. Kastration sollte daher im Einzelfall entschieden werden. An alle Hundehalter, die sich mit dem Thema beschäftigen, appellieren wir:

Lest die Studie. 
Fragt euren Tierarzt, ob er sie kennt.
Lest andere Literatur dazu.
Fragt nach Alternativen (Sterilisation, chemische Kastration, Pille danach).

Sprecht mit eurem Hundetrainer des Vertrauens über das Verhalten des Hundes und die Bandbreite möglicher Auswirkungen einer Kastration.

Übrigens: das Tierschutzgesetz verbietet Amputationen ohne medizinischen Grund.

erste hilfe beim hundHäufig kennen Hundehalter die Vitalparameter ihres Hundes nicht. Dabei sind Herzschlag, Atmung, Körpertemperatur & Co. einfache Anzeiger für Krankheit oder Vergiftungserscheinungen.  Auf der Seite ERSTE-HILFE-BEIM-HUND finden Sie Infos und Handlungsanweisungen. Es ist einfacher und wichtiger als Sie denken. Zur Vorsorge für einen Notfall können Sie auch die Daten Ihres Tierarztes und einer Tierklinik mit Notfalldienst in Ihrem Telefon und Ihrem Navigationsgerät abspeichern. So verlieren Sie im Falle des Falles keine Zeit und finden Ihren Weg, ohne suchen zu müssen. Im Notfall können auch Minuten entscheidend sein.

Mit freundlicher Genehmigung des Boxer-Klubs lesen Sie hier einen sehr guten Artikel aus "Boxer-Blätter1+2/2015". Mit großer Sorgfalt und verständlicher Sprache legt die Autorin Angelika Hartmann die Fakten dar.

Immer wieder fragen uns Kunden zu dem Thema Impfungen. Welche der Impfungen muss mein Hund haben? Welche sollte er haben? Ist das nicht zu viel? Gibt es nicht einen "hundefreundlichen" Weg zu impfen?
Wir möchten Sie an dieser Stelle nicht mit unserer Meinung langweilen, sondern Sie mit Informationen aus erster Hand versorgen. Lesen Sie wichtige Informationen in gebotener Kürze zum Thema "Impfen von Hunden und Katzen" von Dr. Thomas Hinz.

Oder wie schütze ich meinen Hund vor Zecken.
Zeckenmittel fuer den Hund 07-2003 TESTOft haben die Plagegeister im Spätsommer und Frühherbst ihren „zweiten Frühling“. Es droht die Übertragung von Borreliose. Zecken sollten innerhalb von 12 Stunden entfernt werden. Die Entfernung erfolgt ohne Zusatzmittel wie Öl. Die Zecke soll lebend und vollständig herauskommen. Hilfreich sind geeignete Zangen oder Haken. Die Zecke sollte beim entfernen nicht gequetscht werden, da sie sonst Sekret abgeben kann. Wer Prävention betreiben möchte, verwendet Tropfpräparate (Spot-on) oder Halsbänder. Wir empfehlen, Tropfpräparate an vielen(!) Stellen im Nacken/Rücken-Bereich aufzutragen, um Hautirritationen gering zu halten. Das Präparat muss direkt auf die Haut gelangen und soll nicht im Fell hängen bleiben. Der Hund sollte die betropften Stellen nicht mit der Zunge erreichen können. Die Applikation sollte mit Handschuhen vorgenommen werden. Der Hund sollte 12 Stunden nicht gestreichelt werden. Er darf vier Tage nicht in stehenden Gewässern baden. Eine Auswahl von Präparaten hat die Stiftung Warentest in ihrem Heft 07/2003 vorgestellt.

Gendefekt bei Huetehunden.pdfAufgepasst, liebe Besitzer von Collie, Sheltie, Aussi, Border & Co.: verschiedene Hütehundrassen neigen zu dem sogenannten MDR 1- Defekt. Bei Hunden mit diesem Defekt dürfen einige gängige Medikamente auf keinen Fall verabreicht werden. Lesen Sie das PDF: Gefährlicher Gendefekt bei Hütehunden oder informieren sie sich bei Tierarzt Thomas Hinz Telefon (04174) 593484 oder bei Ihrem Tierarzt.

Aktualisierung der Problematik:
Mittlerweile gibt es zu diesem Problem alternative Medikamente. Dies stellt keine medizinische Beratung dar, sondern ist lediglich ein Hinweis.
Sprechen Sie bitte mit Ihrem Tierarzt darüber. Auch Dr. Thomas Hinz steht Ihnen bei Fragen gerne zur Verfügung.